Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Berlin, vertritt rund 1 800 Unternehmen. Das Spektrum der Mitglieder reicht von lokalen und kommunalen über regionale bis hin zu überregionalen Unternehmen. Sie repräsentieren rund 90 Prozent des Stromabsatzes, gut 60 Prozent des Nah- und Fernwärmeabsatzes, 90 Prozent des Erdgasabsatzes sowie 80 Prozent der Trinkwasser-Förderung und rund ein Drittel der Abwasser-Entsorgung in Deutschland.

 
 

Fahrplanmanagement

Energy Identification Code (EIC) und ETSO Scheduling System (ESS)


Mit fortschreitender Liberalisierung der Strommärkte in Europa und der steigenden Anzahl an Transaktionen und Akteuren sollen die operativen Voraussetzungen für den grenzüberschreitenden Stromaustausch weiter verbessert werden. Insbesondere sind die Datenformate und Bezeichnungen der Marktteilnehmer auf europäischer Ebene zu vereinheitlichen, damit ein reibungsloser internationaler Informations- und Datenaustausch auf elektronischem Wege erfolgen kann. Dazu wurde im Rahmen der Vereinigung der europäischen Übertragungsnetzbetreiber ENTSO-E die Task Force "EDI" (14) beauftragt, ein neues europaweit einheitliches Fahrplanformat, das so genannte ESS (ETSO Scheduling System), zu entwickeln. Gleichzeitig wurde eine Anpassung der vormals bei der Fahrplananmeldung verwendeten nationalen Codes notwendig. Hierzu hat die oben genannte Task Force den EIC (ETSO Identification Code) entwickelt. Der Implementation Guide zum ESS (ESS IG) sowie die Beschreibung des EIC wurden durch die verantwortliche Task Force im Internet veröffentlicht.

Nach der Abstimmung der deutschen Übertragungsnetzbetreiber sowie mit den Vertretern der Übertragungsnetzbetreiber der Schweiz und Österreichs und dem Regulator Österreichs erfolgte im Jahr 2003 die koordinierte Einführung von EIC und ESS.

Die Einführung des EIC wurde zwischen den Übertragungsnetzbetreibern Deutschlands, Österreichs und der Schweiz zum 1. April 2003 vereinbart. Seit diesem Zeitpunkt ist in diesen Ländern ausschließlich der EIC für Fahrplananmeldungen zugelassen.
Die ETSO hat Ausgabestellen (issuing offices) mit der Vergabe und Verwaltung des EIC beauftragt. In Deutschland wird der EIC vom Verband der Netzbetreiber vergeben.

Auch die Einführung des ESS wurde zwischen den Übertragungsnetzbetreiber Deutschlands, Österreichs und der Schweiz vereinbart. Bis spätestens zum 23. Dezember 2003 wird in Deutschland bei den vier Übertragungsnetzbetreibern das ESS eingeführt. Dann erfolgt eine 6-monatige Übergangsphase, so dass bis zum 23. Juni 2004 Fahrpläne auch noch im KISS-Format (Excel) beim ÜNB eingereicht werden können. Fahrplananmeldungen für Tage ab 24. Juni 2004 müssen ausschließlich im neuen ESS-Format übermittelt werden.